Ein Ratgeber über Wasserenthärter/ Wasserenthärtung

Wasserenthärer auf Ionenaustauscherbasis werden bei der Reduzierung der Wasserhärte seit 100 Jahren eingesetzt. Die Wirkung von Wasserenthärtern ist fühlbar und messbar. Die Methode von Wasserenthärtungsanlagen auf dem Ionenaustauschverfahren ist gesundeitlich unbeschädlich und kann selbst bei natriumarmer Diät eingesetzt werden. Das Wasser hinter dem Wasserenthärter entspricht der Trinkwasserverordnung.
Im folgenden Video wird von dir Firma Honeywell, anschaulich erklärt wie eine Wasserenthärtungsanlage funktioniert. Es zeigt den Anschluss eines Wasserenthärters. Auch was hinter den Kulissen des Ionenaustauschers passiert, wird mit netten Grafiken erklärt. Einfach mal anschauen, ich denke es hilft einigen weiter bei dem Verstehen von Wasserenthärtungsanlagen.
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Woher kommt das harte Wasser?

Da die Wasserwerke ihr Wasser ja auch aus der Natur beziehen, ist das Wasser mal mehr oder wenig Kalkhaltig. Kalk ist in geringen Mengen sogar harmlos, jedoch setzten sich ab einem Bestimmten Wert die Rohrleitungen und auch Geräte die mit Wasser betrieben werden nach und nach mit Kalk zu.

Was ist Kalk oder die Wasserhärte genau?

Viele wissen, dass Kalk verantwortlich für die Wasserhärte ist. Doch nur jeder zweite weiß, dass Kalk aus Calcium und Magnesium besteht und diese beiden Stoffe dann für die Wasserhärte verantwortlich sind. Fast jeder dritte denkt, dass Eisen für die Wasserhärte zuständig ist. Knapp jeder Vierte ist mit der Lösung Blei auf dem Holzweg.

Wie funktionieren Wasserentkalkungsanlagen?

Entkalkungsanlagen auf Ionenaustauscherverfahren sind ziemlich effektiv was das Entkalken von Trinkwasser angeht. Wasserentkalkungsanlagen sind mit einem bestimmten Material (Kationenaustauscherharz) gefüllt. Dieses hält die Kalzium- und Magnesiumionenn zurück und tauscht sie gegen Natriumionen. Das ist der ganze Clou hinter einer Wasserenthärtungsanlage. Die Wasserhärte wird dadurch nachweislich gesenkt.

Welche Vorteile habe ich durch die Wasserenthärtung?

Durch eine erprobte und auch in der Hauptwasserleitung eingelassene Wasserenthärtungsanlage bleibt nicht nur das Hauptwassernetz sondern auch selbst solche Geräte die im Hochtemperaturbereich arbeiten vor Kalkablagerungen geschützt. Auch der Zeitabstand vom Wasserkocher zu entkalken oder auch die Entkalkung von anderen Haushaltsgeräten verlängert sich deutlich. Durch vermeiden von Kalkablagerungen und damit verbunden scharfen Reinigungsmitteln, tragen Sie auch dem Umweltschutz bei. Der Wegfall von Reinigungsmitteln und auch der damit Verbunden Aufwand heben sich nicht nur die Betriebskosten auf sondern es tritt auch ein Deutlicher Spareffekt auf.
Die Vorteile einer Wasserenthärtung liegen ganz klar auf der Hand:
•    Weicher Wäsche & längere Haltbarkeit
•    Haushaltsgeräte wie Wasserkocher, Espresso-Maschine / Kaffeemaschine usw. müssen nicht so oft Entkalkt werden.

•    Das Geschmack von Speisen/ Getränken mit enthärtetem Leitungswasser zubereitet wurden ist deutlich besser und der Geschmack kann sich besser entfalten.
•    Es wird weniger Reinigungsmittel & Waschmittel benötigt
•    Das morgendliche Duschen ist erfrischender für die Haut, da die Poren nicht verstopfen. Eine aktuelle Studie belegt, dass Wasser enthärten gegen Ekzeme von Kindern hilft.
•    Kalk an Sanitär Armaturen sowie Duschwänden, Glas etc, lassen sich mit einmal Wegwischen. Es ist also kein Schrubben oder gar Essigessenz notwendig.

Was sind die Nachteile von einem Wasserenthärter?

Das von dem Wasserenthärter abgelassene „Abwasser“ führt geringe Salzmengen mit sich. Die sich in der Größenordnung von einem Abkochen von Salzkartoffeln bewegen. Dazu kommt noch das sich der Wasserverbrauch von 20-90 L/Woche erhöht. Je nach Größe und Kapazität des Wasserenthärter.

Wie hoch sind die Betriebskosten bei Entkalkungsanlagen?

Bei einer Entkalkungsanlage sind die Betriebskosten abhängig von der Wasserhärte im Eingang und der Wasserverbrauch in der Regel sind es bei einem Privat-Haushalt mit 4 Personen 2-4Euro / Monat. Das sind aber nur Schätzungen.
Betriebsmittel sind Wasser und ein spezielles Regeneriersalz für Entkalkungsanlagen (Ähnlich wie bei der Geschirrspülmaschine).

Warum habe ich im Sommer mehr Salzverbrauch?

Im Sommer ist der Salzverbrauch ein wenig höher, da sich mehr Salz im Vorratsbehälter mit dem Wasser vermischt. Je nach Temperatur nimmt das Wasser mal mehr und mal weniger Salz auf. Man sollte also bei der Auslegung der Anlage darauf achten, dass das Wasser nicht zu kalt ist.

Hinweise zu Entkalkungsanlagen:

Bei einer Natriumarmen Ernährung(Bei Bluthochdruck usw.) sollte von dem Verzehr von Trinkwasser abgeraten werden. Hier machen die wenigsten Unternehmen aus der Wasseraufbereitung ihre Wasserenthärter Käufer aufmerksam.

Was ist bei Wasserentkalkungsanlage & verzinkten Rohren zu beachten?

Sollte Ihre Rohrinstallation im Haus aus verzinkten Rohren bestehen, so ist eine Dosiertechnik/ Dosierpumpe unumgänglich. Durch die Wasserenthärtung wird das Wasser nämlich Aggressiv, da dem Trinkwasser durch die Wasserenthärtung das Calciumkarbonat entzogen wird. Hier ist das Problem, dass das Gleichgewicht von Kalk/Kohlensäure nichtmehr stimmt, und Rost in den Rohrleitungen quasi vorprogrammiert ist. Besser gleich Vorsorgen und eine Anständige Dosiertechnik einbauen, die dann Dosiermittel in die Rohrleitung einimpft.